confession race for sun
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... verdammt gute Wochenenden.

Ich fühle förmlich die Proteste - Jedes Wochenende sei gut, jedes sei einer Lobpreisung und einem ausführlichen 2-Tages Genuss würdig und so weiter und so fort. Doch dies ist überhaupt nicht der Punkt und Inhalt dieses Textes. Nein, dieses Mal geht es um die zugegebenerweise seltenen Fällen, wenn ein Wochenende über den obgligatorischen Wochenend-Bonus hinaus zu einem besonders guten Wochenende wird.

Denn seien wir ehrlich - Die meisten Wochenenden sind herrlich unspektakulär. Und das ist okay, denn nach einer langen Woche, voller Arbeit, Uni, Verpflichtungen, Stress und Hetzereien, garniert passend zur Jahreszeit mit einer Prise Schnupfen und "Was schenke ich nur zu Weihnachten"-Sorgen, steht uns nicht mehr der Sinn nach großen Sprüngen und Herausforderungen, wenn wir die Türe zur Arbeit schließen und in zwei oder manchmal auch nur einen Tag Sendepause verschwinden. Wir wollen stattdessen genau das, was wir die ganze Zeit vermissten - die Füße mit Puschelsocken hochlegen, flauschige Velourhosen anziehen und gar nicht viel tun. Vielleicht auf der Couch sitzen, essen, liegen, lesen, DVD schauen, schlafen... Für "gar nichts tun" ist die Liste der Lieblingsaktivitäten paradox lang.

Doch manchmal, an genau solch einem Tag passieren lauter wundervolle Dinge. Heute ist solch ein Tag, ein "gutes Wochenende"-Tag. Meine Heizung funktioniert endlich wieder richtig gut, so dass meine Couch noch kuscheliger wurde, ich bekam ein paar ganz liebe Anrufe, über die ich mich ehrlich freute, fand eine neue, für meine Verhältnisse ein bisschen zu romantische, aber da es um Märchen geht, akzeptable TV Serie, die ich am liebsten ohne Pause anschauen würde und dann war da noch eine E-Mail. Eine Gewinn-E-Mail, die mich kostenfrei an einen Ort schickt, an dem ich noch nie war. Muss ich dazu etrwas ergänzen?
Nunja, vielleicht die Tatsache das ich wirklich laut losgequietscht habe, als ich die "Herzlichen Glückwunsch-blabla" Zeilen las. Reisen ist toll, Hamburg soll es ja sowieso sein und jemanden mitnehmen darf ich auch noch. Ganz ohne Haken. Dabei freue ich mich innerlich immernoch über meine Urlaubstage im Resort Mark Brandenburg - noch so eine Stadt, wo ich vorher noch nie war und die ich, ohne mein Urlaubsbudget zu beanspruchen, bereisen durfte.

Das war auch ein gutes Wochenende. Ein richtig gutes sogar.
Und das nächste wird es ebenso, denn mein Hamburg-Trip wird es perfekt einleiten. Zwar werde ich auf kuschelige Couch-DVD-Momente verzichten, doch ich glaube, vermissen werde ich Reisejunkie meine Gemütlichkeit keine Sekunde. Nicht mal eine ganz winzige lang.
11.12.11 19:13


CONFESSION TIME: Lebe leidenschaftlich oder gar nicht.



"Passion, it lies in all of us, sleeping, waiting and though unwanted, unbidden, it will stir, open its jaws and howl.
It speaks to us, guides us, passion rules us all and we obey.
What other choice do we have?
Passion is the source of our finest moments. The joy of love, the clarity of hatred and the ecstasy of grief. It hurts sometimes more than we can bear. If we could live without passion maybe we'd know some kind of peace but we would be hollow. Empty rooms shuttered and dank. Without passion we'd be truly dead.

- Joss Whedon

Ich lebe emotional, leidenschaftlich und wenn ich etwas möchte, dann von ganzem Herzen. Oder gar nicht.
Es beantwortet die Frage nach meinem Lebensmotto, es erklärt meine Sammlung gefüllt mit nachdenklichen Sprüchen. Go big or go home, live for the moments you can't put into words und dance like nobody's watching, love like you have never been hurt. Es ist die Art, wie ich lebe, das gewisse Etwas, das mich morgens aufstehen lässt.

Doch Leidenschaft hat zwei Facetten - Es kann dich so glücklich machen, dass du die ganze Welt umarmen möchtest, es kann dir Höhen versprechen, die du dein ganzes Leben lang festhalten möchtest. Doch eines Tages wirst du fallen, in Tiefen, die du dir nicht einmal vorstellen konntest, es wird dich versinken in Traurigkeit und Enttäuschung. Es wird dir die besten Momente deines Lebens geben, aber auch die schlimmsten. Tränen vor Freude, Tränen vor Ärger.

Und das ist okay. Ich akzeptiere es, celebriere es. Ich weiß, wie es ist und ich liebe es, ich würde es für niemanden aufgeben, es nicht bereuen.

"I had learnt to seek intensity…more of life, a concentrated sense of life." - Nina Berberova

"Life can be magnificent and overwhelming - that is the whole tragedy. Without beauty, love, or danger, it would almost be easy to live." - Albert Camus
5.12.11 17:13


CONFESSION TIME: Nichts, das sich lohnt, kommt einfach.



Und alles, das sich zu erreichen lohnt, kommt schwer, mit einem ganzen Haufen harter Arbeit, Mühe und einem notwendigen starken Willen.
Ich sage es mir immer wieder, höre und nicke meinen eigenen Worten zu, glaube ganz fest daran - Es ist es wert und wäre es leichter, würde ich es dann überhaupt wollen?

Manchmal seperiert gerade der Ehrgeiz, die harte Arbeit, die wir notwendiger Weise für etwas aufbringen müssen uns von denen, die es nicht schaffen. Nicht wollen. Und doch sind Tage, Wochen im Mantra meiner Prüfungen nervenaufreibend, anstrengend und sie scheinen vorerst nicht enden zu wollen.
Es sind nicht einmal die Massen an Skripten, Papieren, die meine Gedanken beunruhigen und mich weniger gut schlafen lassen, sondern viel mehr der Druck, der innere Zwang erfolgreich zu sein, fertig zu bringen, wofür ich das ganze Jahr gearbeitet habe. Wofür ich Freitagabende in Vorlesungen verbracht und Wochenenden über Wochenenden geopfert habe.
Es ist zugleich ebenso der Wunsch, mir selber gerecht zu werden. Meine Ansprüche zu erfüllen. Denn ich mache keine halben Sachen - und ich wiederhole es mir ein weiteres Mal - Nichts, was sich lohnt, kommt einfach. Es wird dir nicht geschenkt. Und das ist, so paradox es klingen mag, gut so.
7.11.11 17:53


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