confession london
REFRESH. HISTORY. MEMORABLE. IMPORTANT.

CONFESSION TIME: The story of a man who wasn't sure of what he wants.



Er war der Typ Mann, der wusste, was er wollte. Niemand würde es je anzweifeln. Er war der Typ, den man Respekt entgegen brachte, dessen Meinung man in Ehren hielt, dessen Äusserungen man aufmerksam zuhörte und über dessen Witze man bedacht lachte. Er hatte eine erarbeitete Karriere, er mochte keine Köpfe verdrehen, aber jeder würde bestätigen, dass er attraktiv war. Er schien ein geregeltes Leben zu haben, aber abwechslungsreich genug, so dass er nicht im Alltag ertrank. Er schien ein gutes Leben zu haben. Vielleicht gerade so eins, dass man wollte. Er mochte nicht von Hochzeiten sprechen, aber er war nicht hoffnungsloser Bachelor genug, als dass man es ihm nicht eines Tages zutraute.

Er war der Typ Mann, von dem man dachte, dass er wüsste, was er wollte. Dabei hatte er keine Ahnung. Dabei wusste er es selber nicht.
Er wusste richtig aufzutreten, er wusste zu überzeugen, die passenden Witze im richtigen Moment zu bringen und er wusste, wie er seine Karriere lenkte. Aber das hier ist die Geschichte eines Mannes, der nicht wusste, was er wollte.

Er wusste, dass er nicht perfekt war. Weiß Gott, niemand war perfekt. Er wusste, dass mehr zu einer Partnerschaft gehört, als sie einfach zu beginnen. Er wusste, dass er Verantwortung übernehmen müsste, er wusste, dass es sein Leben bereichern und zugleich einschränken würde. Er wusste nicht, ob er das wollte. Er versuchte sich zu entscheiden, er schwor immer ehrlich zu sein, er wollte keine Spielchen spielen. Aber er wusste es nicht. Er hatte keine Ahnung.

Und als ich ihm gegenüber stehe, ihn konfrontiere und in die Augen blicke, sagte er nur, dass er immer ehrlich sein würde. Dass er nichts versprechen könne.
Und als ich sagte, dass ich einen Mann brauche, der mich wirklich mag, sah er mich intensiv an. Und sagte, er habe nie gesagt, dass er mich nicht mag. Er habe nie gesagt, dass er mich nicht gern habe. Er habe nie gesagt, dass er sich nicht nach jemanden wie mir sehne. Dass er mich nicht gerne jede Nacht in den Armen halten würde und in meine Augen blicken, sobald die Sonne wieder aufgeht.
Und er war ehrlich. Doch er hatte auch nie gesagt, dass er nur eines davon meinte oder wollte. Weil das hier die Geschichte des Mannes ist, der einfach nicht wusste, was er wollte. Oder was er nicht wollte.
10.3.14 00:00


CONFESSION TIME: I don't like goodbyes.



"Lay down, lay down on my shoulder, take me to the water, lets not talk it over, lay down on my shoulder as if we were still closer."
Er fragte mich, wann wir uns wiedersehen. Bedankte sich für mein Verständnis. Es musste so geklungen haben. Als würde ich verstehen, als würde ich ihn sehen wollen. Tränen traten in meine Augen, als ich antwortete, dass ich ihn nicht mehr sehen wolle. Nicht, weil es mir leid tat. Nicht, weil ich es nicht so wollte. Einfach, weil ich ihn vermissen würde. Ich mag keine goodbyes.

Er sagte, es sei meine Entscheidung. Er sagte, er möge mich. Er wünschte mir nur das Beste. Ich schluckte. Wischte mit dem Handrücken eine kleine Träne weg. Nicht, weil es mir leid tat. Nicht, weil ich es rückgängig machen wollte. Ich mag einfach keine goodbyes.

Und wenn ich in seinem Arm liege, vergesse ich die Welt. Rede über alles, dass mir in die Gedanken kommt. Küsse seine weichen Lippen, versinke in seinen stahlblauen Augen. Vergesse, dass er mich nicht liebt. Vergesse, dass er mich nicht vermisst. Ignoriere, dass ich nicht die Eine für ihn bin. Lass uns nicht darüber sprechen. Lass uns nicht darüber sprechen, dass ich dich nicht mehr wiedersehen will. Dass sich mir der Magen zuschnürt, wenn ich daran denke, dass du weg bist. Du weißt doch, ich mag keine goodbyes.
Und wenn ich es jemals schaffe, dich nicht mehr wiedersehe, dich aus meinem Leben streiche, nicht mehr in deinem Arm liege und mit dir lache, dann erinnere dich immer daran, das es schwer war - Ich mag keine goodbyes.
4.3.14 00:15


CONFESSION TIME: I promised not to fall in love.



Das gefühlt tausendste Mal blicke ich auf mein Handy, gestehe mir ein, dass ich auf eine Nachricht von ihm warte. Die ich nicht bekomme.
Ich war ehrlich gewesen. Wir wollten immer ehrlich zueinander sein. Diese Form von brutalster Ehrlichkeit, die nicht verletzt, aber die klarstellt, wo wir stehen. Was wir wollen. Und was nicht.

Ich sagte ihm, dass ich ihn mag. Dass ich weiß, dass wir einander versprochen hatten, uns nicht zu verlieben. Dass ich weiß, dass ich das Versprechen gebrochen habe. Dass ich Schmetterlinge im Bauch habe. Dass ich es kaum erwarten kann, ihn wieder zu sehen. Dass ich nicht länger vorgeben kann, dass er mir halb gleichgültig sei. Dass ich unsere Gespräche schätze. Dass er mich überrascht hat. Dass er mich vollkommen sprachlos gemacht und überrascht hat. Dass er an mir gewachsen ist, mehr und mehr. Bis es zu viel wurde. Bis ich es ihm in einem schwachen Moment mit Tränen in den Augen sagen musste.

Ich sagte ihm, dass ich ihn mag. Obwohl ich weiß, dass wir einander versprochen hatten, uns nicht zu verlieben. Obwohl es keine schlaue Idee war. Obwohl ich Angst habe, ihn nun zu verlieren.

Er sagte, es sei okay. Er sagte, dass er mich mag und mich nicht verletzen möchte. Ein Lächeln huschte über meine Lippen. Ich wusste, dass er es ehrlich meinte. Ebenso, als er sagte, dass er nicht weiß, ob er meine Erwartungen erfüllen könnte. Dass er mich gewarnt habe. Wir hatten es uns versprochen. Wir wollten es anders machen. Wir wollten es genießen. Wir wollten so verflucht viele, großartige Dinge.

Wieder sehe ich auf mein Handy, wieder keine Antwort, keine Nachricht. Ich beginne zu zweifeln, ob ich jemals eine bekommen werde. Oder ob das alles war. Alles. Zu viele Gefühle, gebrochene Versprechen und Angst vor zu hohen Erwartungen.
20.2.14 13:54


CONFESSION TIME: I never have no expectations.



Er wirkte relaxt, lachte. Pickte in seiner Pasta, als er meinte, er habe keine Erwartungen. An mich. An die Situation. Er sei einfach hier, genieße den Moment, solange er da ist.
Und ich weiß, dass ich nickte, dass ich ihm zustimmen wollte. Ich wollte irgendetwas sagen, dass perfekt passen würde und seine Ansicht bestätigen. War sie doch so sinnvoll, modern, frei und inspirierend. Keine Erwartungen. Einfach leben, so wie es kommt. Es klang so einfach, als er es sagte. So unfassbar einfach.


Doch nachdem er gegangen war, nachdem all die vernünftigen Gedanken und guten Vorsätze zusammen mit erster Euphorie abebbten, starrte ich auf mein Handy. Ich starrte auf mein Handy, ich wartete auf Nachrichten, ich malte mir Momente im Kopfkino aus, als ich auf die U Bahn wartete und überlegte, ob ich ihm die zweite Freikarte für das Konzert in zwei Wochen anbieten sollte. Es würde ihm bestimmt gefallen. Und auf die Party könnten wir gehen, nächsten Dienstag. Vorher noch einmal gemütlich Kochen bei mir. Ich überlegte, was ich tragen könnte, was er sagen würde, wie er handeln würde und was passieren würde.
Ich hatte bereits dieses riesige Konstrukt der Erwartungen, das nur darauf wartete, auf ihn adaptiert zu werden.

Keine riesigen Erwartungen, natürlich nicht. Kein kitschiges Valentinstagdinner, keine großen Ausflüge, keine Versprechen. Aber ich erwarte, dass er sich meldet. Dass er mit mir Zeit verbringt. Dass ich ihm nicht unwichtig bin.
Erwartungen, die für mich von höherer Bedeutung sind als große Gesten und Dramatik. Erwartungen, die ich nicht aufgeben kann, nicht magisch abschalten, nicht ignorieren. Erwartungen, die ich verleugnen kann, aber die dennoch tief in mir schlummern. Erwartungen, die erfüllt werden möchten.
Warum mag man fragen. Warum. Die Antwort ist einfach. Weil ich ihn mag. Ich könnte es weiter erklären, rechtfertigen und herleiten. Es spielt keine Rolle. Es ist, weil ich ihn mag und ich mir wünsche, dass es ihm genauso geht.

Vielleicht, dass er sogar selber heimliche Erwartungen hat. Die er vielleicht nicht zugibt, aber dennoch sich ertappt, dass er auf sein Handy schaut. Nur vielleicht.
7.2.14 20:23


CONFESSION TIME: To the girls with thirsty hearts.



THE THING THAT YOU DO IN YOUR FREE TIME, TOO EARLY IN THE MORNING OR TOO LATE AT NIGHT. THE THING THAT YOU READ ABOUT, WRITE ABOUT, THINK ABOUT, FANTASIZE ABOUT.
THE THING THAT YOU DO WHEN YOU'RE ALL ALONE AND THERE'S NO ONE TO IMPRESS, NOTHING TO PROVE.
THAT'S IT. THAT'S YOUR HEART, THAT'S THE THING YOU MUST DO.


Das hier ist für die Mädchen mit hungrigen Herzen, mit der Sehnsucht nach einzigartigen Erlebnissen, packenden Gefühlen und atemlosen Momenten. Nicht in einem Roman vor dem Kamin an einem gemütlichen Abend. Wir wollen spüren, was passiert. Wir sind großartig, wundervoll, manchmal einsam, manchmal traurig und manchmal so überglücklich, dass wir die Welt umarmen wollen. Wir suchen kein Ideal, nichts Perfektes, nicht Zuviel, sondern nur gerade das richtige Bisschen, dass unser Herz zum Schlagen bringt. Der Funke, der uns zum Schwitzen bringt. Unsere Augen zum Leuchten.
Das hier ist für jeden Menschen, der mehr fordert, als das Mittelmaß. Der in einem Überfluss von Gefühlen schwimmt und das okay findet. Der sich weigert, sich mit Kompromissen, Vernunft, Sicherheit und Etikette zufrieden zu geben. Für jeden, der sein gebrochenes Herz wieder aufhebt, zusammenflickt und dem Nächsten in die Hände legt, ohne zu wissen, ob es wieder zerspringt. Für jeden, der das Risiko auf sich nimmt, zu lieben ohne Sicherheit, Außergewöhnliches zu suchen ohne Gewissheit und nach mehr zu streben als Gleichheit.

Weil unser Herz eben will, was es will. Weil es nicht logisch nachvollziehbar, vernünftig oder gar sinnvoll sein muss. Weil unser Herz hungrig ist und will, was es sich eben wünscht. Und wir ihm folgen. Wohin auch immer es springt.
4.2.14 14:22


CONFESSION TIME: The #MostAmazing Story.



Und wenn ich am Strand stehe, mein Blick in die endlose Weite, die Sonne in meinem Gesicht, der Wind in meinen Haaren, der salzige Geschmack auf meinen Lippen. Dann ist es Hashtag MostAmazing. Dann ist es ein so wundervoller Augenblick, dass er es verdient. Dann sind diese Worte alles, was ihm gerecht werden können.

Es geht nicht um Hashtags. Es geht nicht um Titel. Es geht um die Großartigsten Dinge in unserem Leben, die wir beschreiben möchten. Es geht um das Beste, das uns passiert. Es geht um die Erinnerungen, die wir für immer behalten und tief im Herzen tragen.

Es ist dieser eine Abend mit Freunden, mit den Besten, den wir nie vergessen oder das herzliche Lachen meiner Mutter, ihre strahlenden Augen, als ich sie überrascht habe. Es ist Hashtag MostAmazing. Es ist der Wind in meinen Haaren bei einem schnellen Galopp über die herbstlich gefärbten Stoppelfelder. Es ist Hashtag MostAmazing.

Was ist, wenn Menschen so wundervoll sind, dass wir sie so beschreiben möchten? Ohne große Worte. Ohne kitschiges Beste, das passiert sei. Ohne Liebesschwüre. Nur MostAmazing. Weil wir sie nicht vergessen können. Ganz gleich, wie viel Zeit dahingeht. MostAmazing. Weil wir bereit sind unser Leben für sie aufzugeben und an das andere Ende der Welt zu ziehen, weil sie so sind. MostAmazing. Weil wir unser Leben für sie verändern, vor den Altar treten und uns selber für sie überraschen. Weil sie es sind. Hashtag MostAmazing.
Was ist, wenn es die einzigen Worte sind, die ihnen zeigen können, wie sie uns bewegen, überraschen, in Atem halten und innerlich explodieren lassen?

Ich möchte Hashtag MostAmazing. Ich liebe ihn tief in meinem Herzen.
Und während ich am Strand stehe und in die endlose Weite blicke, den Wind in meinen Haaren und die Sonne in meinem Gesicht, dann fühlt es sich so gut an. So MostAmazing, wie es gerade sein kann.
28.1.14 13:15


CONFESSION TIME: Bent, not broken.



I'M COOL UNTIL REALITY HITS ME IN THE FACE
YOU LEFT NO NUMBER, LEFT UR WEDDING RING
I'VE SEEN IT BEFORE, I'LL SEE IT AGAIN
THE NEVER ENDING STORY OF DEADLINES, DIETS AND DEVIOUS MEN


Er war der Typ, der mit selbstgemachter Suppe von meiner Türe stand, als ich unterwegs war. Er war der Typ, der so lange Freunde fragte, bis er meine Nummer bekam. Er war der Typ, der nicht locker ließ, bis ich mit ihm ausging, bis ich mich der Möglichkeit öffnete, dass er vielleicht gut für mich sein könnte, dass er vielleicht richtig sein könnte, dass er mehr war, als der erste Blick verriet. Er ließ mich glauben, dass er besser war, als die Liste der Arschlöcher, die ich nicht vergessen kann.

Am Ende schaffte er es auf Platz 6. Es ist diese immer wiederkehrende Story. Es ist immer das Gleiche und ich sollte es besser wissen. So viel besser.

Er sagt, er sei zu alt für Spielchen. Er sei zu alt für bedeutungslose Bekanntschaften.
Ich schüttle nur den Kopf. Woher soll ich wissen, dass er anders ist? Woher, wenn so viele vor ihm schon genau das Gleiche gesagt haben. Woher, wenn ich immer das Gleiche höre.
Wenn ich zu jedem ehrlich bin, ihnen sage, dass mein Herz ein kleines Stückchen bricht, reißt, schmerzt, wenn man mich belügt, benutzt - oder auch einfach nur von einem Tag auf den Nächsten verschwindet. Wenn man mich schlecht behandelt, meinen Wert nicht erkennt. Ich habe es ihnen gesagt und ihre Antworten waren alle die Gleichen. Woher soll ich wissen, wenn doch jemand vor mir steht, dem ich trauen kann? Woher nur?

Jemand hat einmal zu mir gesagt, dass mit jeder Enttäuschung, jedem Mal, dass man sein Herz öffnet, auch ein kleines Bisschen des Herzens dort bleibt. Nur irgendwann nichts mehr übrig bleibt.

Er hatte Recht. Ich habe es damals nicht verstanden, aber er hatte Recht.
Vielleicht habe ich aber auch gar keine Angst mein Herz zu verlieren, vielleicht bin ich einfach nur diejenige, die zu alt für Spielchen ist. Und es nicht nur so dahin sage.

"IT'S LIKE THOSE GUYS WHO SAY THEY WILL CALL YOU AFTER THE SECOND DATE BUT THEY DON'T. I JUST PRETEND THEY DIED."
- Sex and the City
24.12.13 23:36


CONFESSION TIME: The story 'bout holidays.



Sie trägt eine weitere Schicht Lipgloss auf, bevor sie spricht. "Alle verlassen Berlin über die Feiertage." Es ist eine Feststellung und sie zuckt mit den Schultern, so dass ihre brünette Mähne schwingt. "Es kommt eben keiner aus Berlin, niemand hat hier Familie." Nun liegt es an mir mit den Schultern zu zucken. "Ich habe auch keine Familie hier und fahre nicht weg." Mit großen Augen sieht sie mich völlig überrascht an: "Dann bist du aber komisch!" Sie lacht laut auf und wirft den Kopf in den Nacken.

Angefangen bei Geschenken bis hin zu Einladungen und die Menschen, mit denen du dich umgibst: Wenn es zu Feiertagen oder einfach jedem Tag des Jahres kommt, wähle diejenigen, die du liebst. Die dich lieben. Und niemanden anders.

Ich werde niemanden erzählen, dass Familie keine Bedeutung hat, ganz im Gegenteil. Ich freue mich für jeden, der eine innige Beziehung zu seinen Blutsverwandten führt und gönne es ihnen aus vollem Herzen.
Aber ich weigere mich meinen Wert als Mensch von ihnen abhängig zu machen. Ich weigere mich zu glauben, dass sie mich lieben müssen oder dass etwas nicht in Ordnung sei, wenn sie es nicht tun.

Ein Geschenk von jemanden, der mich nur wenige Wochen kennt und es mir schenken möchte, weil er mich liebt, bedeutet mir das Hundertfache als ein Geschenk von jemanden, der es mir gibt, weil er glaubt, er müsste es tun. Ich möchte die Menschen in meinem Leben, die mich als Mensch lieben, die meine Persönlichkeit akzeptieren und nicht nur eine Familienlinie mit mir teilen.

Ich habe großes Glück. Und in diesem Sinne frohe Weihnachten.
Denn ich bin umgeben von großartigen Menschen, die mir von Herzen das Beste wünschen und immer für mich da sind. Ich habe wundervolle, überraschende Geschenke bekommen, die mir viel bedeuten. Was darf ich mir für Feiertage noch mehr wünschen? Ich weiß es nicht. Ich habe alles, was ich brauche.
24.12.13 22:41


CONFESSION TIME: What if I'm just scared of getting my heart broken?



"YOU MUST REMEMBER THIS FEELING. THE FEELING OF BEING HAPPY. IT DOESN'T HAPPEN OFTEN BUT WHEN IT DOES, YOU MUST GRAB IT WITH BOTH HANDS AND HOLD IT CLOSE. LET IT OVERWHELM YOU. DON'T OVERANALYSE ANY EMOTION.
BUT REMEMBER IT. ALWAYS REMEMBER IT."

- pleasefindthis, Intentional Dissonance

Menschen geben dir ein Gefühl. Situationen lassen dich fühlen. Gut oder schlecht. Dein Herz öffnet sich meilenweit und springt vor Glück oder es bricht in tausend Stücke und du fällst tiefer, als du je zu glauben gewagt hattest. Und so vieles mehr.

Ich habe oft das Gefühl, dass er nicht der Richtige ist. Ich habe es immer, wenn ich es nicht haben sollte. Wenn ich ihn mag, ihm Nahe bin, er mir viel bedeutet. Mehr als ich mir eingestehen möchte. Und da taucht es auf: Diese Sekunde, dieser Moment, dieses unperfektes Bisschen, dass sofort zu dem untrüglichen Gefühl wird, dass er nicht der Eine seine kann. Der, der für immer bleibt. Der, der nicht irgendwann wieder geht.

Blicke ich zurück, hatte ich dieses Gefühl, genau diesen gefährlichen Moment der vermeintlichen Wahrheit nur bei Denjenigen, die ich liebte. Von ganzem Herzen. Nicht, bei all den Betrügern, Lügnern oder auch einfach nicht passenden Exemplaren. Über all sie dachte ich nie nach, all sie brauchten keinen Moment der Wahrheit, für all sie stand es fest, bevor ich je darüber nachdachte. Sie waren das Bauchgefühl nicht einmal wert.
Und die Anderen? Mein Bauch sagt, dass sie aus einem winzigen Grund nicht der Richtige sind und waren. Waren sie vielleicht auch nicht. Aber sie waren lange in meinem Leben, meinem Herzen. Zu lange dafür, dass mein Bauch widersprach.

Und nach über 10 Jahren Dating sitze ich nun hier. Hinterfrage mein angebliches Bauchgefühl. Gestehe mir ein, dass ich vielleicht nur Angst hatte. Dass ich bei denen, die mir zu wichtig waren, einen klitzekleinen Haken finden wollte. Dass mein Bauch so kritisch sein wollte, wie nur irgendmöglich. Weil er nicht will, dass mein Herz eines Tages so tief fällt. Weil er nicht will, dass ich in einem Scherbenhaufen ende. Warum? Weil die schlimmste Befürchtung eben doch eintraf. Und er nicht der Richtige war.
13.12.13 23:39


CONFESSION TIME: I want to be your adrenaline.



Die Sonne ist schon vor einer Stunde, oder waren es gar zwei, hinter den hohen Häusern der Stadt verschwunden, doch letzte Strahlen tauchen deine Silhouette in ein mystisches Licht. Wie aufrecht du stehst, während du ihr hinterher siehst. Den Blick auf den Horizont gerichtet, in die Ferne.
Ich höre dich lachen, sehe auf, sehe, wie dein Blick sich nun hinunterrichtet, acht Stockwerke hinab. Du spürst das Adrenalin, sagst du. Schwankst etwas, lachst wieder und trittst einen Schritt zurück von der Kante des Flachdaches. Ich ziehe deine Jacke etwas fester um meine Schultern, es ist kühl geworden.
Du willst einmal über alle Dächer klettern, springen, erzählst du und ich höre die Begeisterung in deiner Stimme. Ich kann nicht anders, als mich zu sorgen. Wenigstens ein bisschen. Doch du lachst nur. Du willst es nachts machen. Im Dunkeln.
Und da ist es wieder. Das Adrenalin. Es ist nicht, dass du es brauchst. Du bist es. Pures Adrenalin.


Manche sagen, wenn du es einmal gekostet hast, kannst du nicht mehr ohne. Ich glaube nicht, dass du es nicht kannst, sondern das du es einfach nicht willst.
Es ist die Spannung, diese Energie, die Menschen umgibt, die lieben, was sie tun. Kein Job, keine Pflicht. Es ist Liebe. Hingabe. Es ist das kleine Bisschen, das sie von den Anderen, den Normalen, den Mittelmäßigen unterscheidet.

Jemand hat einmal zu mir gesagt, gebe dich nie mit Mittelmäßigem zufrieden. Es gibt so viele Kompromisse und Umperfektes auf der Welt. Die Liebe darf keines davon sein.
Ich sage, nichts darf mittelmäßig sein. Gebe dich nicht mit weniger zufrieden als mit purem Adrenalin. Als Liebe zu deinem Leben. Ich will nicht etwa mit jemanden zusammen sein, der es mir gibt, nein. Ich bin es selber. Ich will es sein. Es ist nicht er, es hat nichts mit ihm zu tun. Er zeigte mir nur, wie ich sein will. Wie ich bin. Wofür mein Herz schlägt. Adrenalin.

Er drückt mich gegen die Wand, schwaches Licht aus der Umgebung dringt durch die großen Fenster und lässt seine Augen glänzen, als er mich ansieht. Festhält. Küsst. Küsst, so wie ich vorher noch nie geküsst worden bin. Er hält inne, lacht. Er klingt heiser, als er mir sagt, wie leidenschaftlich ich sei. Dass ich sein Blut zum Rauschen bringe. Adrenalin. Ich sei pures Adrenalin.

"YOU KNOW HOW WHEN YOU STEP ON COURT YOUR COACH IS LIKE "GO GO GO!"?
AND ALL THROUGHOUT YOU JUST KEEP TELLING YOURSELF TO HIT HARDER AND HARDER AND KEEP AT IT?
YOU KNOW HOW GOOD YOU FEEL AT THE END OF A SESSION? YOU KNOW HOW GLAD YOU ARE YOU'RE TIRED? NO PILLS, NO SHOTS, JUST PLAIN ENERGY.
I WANT TO WORK LIKE THAT. WHETHER I HAVE TO WRITE TEN THOUSAND WORDS OR SEND FIVE HUNDRED EMAILS, BRAINSTORM FOR HOURS AT A TIME, I WANT TO HAVE THAT ENERGY.
I WANT TO LIVE LIKE THAT. TO KEEP FIGHTING. TO KNOW IT'S ALL WORTH IT. OH YEAH, THAT'S MY PERFECT DAY."
8.12.13 23:13


CONFESSION TIME: Don't judge someone just because they sin differently than you.



Es ist meine oberste Regel, so schwer sie manchmal auch fallen mag - Don't judge. Just don't.
Insbesondere bei Style und Kleidung mag es mir schwer fallen, ich gestehe auch das, aber absolute Toleranz gilt bezüglich Entscheidungen. Entscheidungen, Einstellungen, Vorlieben. Ich muss sie nicht teilen, aber ich respektiere und nein, ich verurteile sie nicht, solange sie niemanden schaden und nicht versuchen mich zu bekehren. Ich möchte, dass die Menschen, die mir wichtig sind, sich immer frei fühlen, mir erzählen zu können, was auch immer ihnen auf der Seele liegt, ohne je zu befürchten, dass ich sie verurteile.

Ist es falsch, wenn ich das gleiche erwarte?
Ist es falsch, wenn ich die gleiche Toleranz möchte? Wenn ich nicht erwarte, dass sie verstehen, warum ich etwas mache. Aber ich erwarte, dass sie mich nicht mit diesem Blick versehen. Nicht mit Ignoranz strafen. Weil ich andere Schwächen habe als sie. Weil ich genau das gemacht habe, wovor sie mich warnten. Weil es etwas ist, das sie nicht für mich wollten.

Don't judge me. Auch nicht, wenn du glaubst, dass ich falsch handel. Auch nicht, wenn du vielleicht Recht hast. Ich will die Freiheit Fehler zu machen, Schwächen zu zeigen und vollkommen ich selbst zu sein ohne vor Gericht gezogen zu werden. Ich brauche das. Wie die Luft zum Atmen.

DO ME A FAVOR. DON'T JUDGE WHAT YOU DON'T UNDERSTAND. JUST DON'T DO IT YOURSELF.
2.12.13 23:14


CONFESSION TIME: Sorry, but if you are less than fascinatingly great, I have to go. Now.



SOMETIMES YOU NEED TO STEP OUTSIDE, GET SOME AIR, AND REMIND YOURSELF OF WHO YOU ARE AND WHERE YOU WANT TO BE.

Dass Vergleiche zwischen uns selber und anderen uns erfahrungsgemäß mehr unglücklich stimmen und persönlich kaum weiterbringen ist nichts Neues. Dass es wenig Sinn macht Individuen generell zu vergleichen, ebenso.

Aber wie sieht es eigentlich mit Situationen aus? Mit Beziehungen? Hilft es uns weiter oder ist es nur ein weiterer contraproduktiver Versuch Klarheit zu gewinnen, der uns aber nur noch tiefer in den Nebel schickt?

Was ist, wenn sich etwas noch Besser anfühlte, nachdem ich es mit der Alternative verglichen habe? Und ich meine es wörtlich, ich habe es verglichen. Sie mögen viel gemeinsam haben. Sie mögen sich ähnlich sein. Und er mag auf den ersten Blick die sichere Wahl sein, so verflucht viele Pro-Argumente haben, dass ich es nicht ignorieren kann. Er ist toll, nett, er ist wohl das, das ich wollen sollte.

Was ist, wenn die vernünftige Version niemals an die Andere herankommt? Was ist, wenn man am nächsten Morgen, während die ersten Sonnenstrahlen hereinfallen und er die Augen aufschlägt und mich anlächelt, gehen möchte, statt zu bleiben? Was ist, wenn ich tief in mir spüre, dass es ohne tiefe Bedeutung war - so tief, wie ich ein anderes Mal wusste, dass ich angekommen war.
Er schwieg, als ich meine Sachen packte und ging. Ich war dankbar dafür. Kein Wort hätte etwas geändert. Liebevoll strich er über meinen Arm, als ich mich zurückzog. Es war der Punkt, an dem ich gehen musste. An dem ich wusste, dass es nur ein Stop auf einem langen Weg gewesen war. Ein schöner Stop vielleicht. Gute Unterhaltung, was zynischer klingt, als es sollte. Ein Stop, an den ich mich mit einem Lächeln auf den Lippen erinnern werde.
Aber er war nur ein Zwischenhalt. Es geht vorüber. Und ich muss weiter.
1.12.13 23:31


CONFESSION TIME: I want your naked soul and nothing less.



NO MAN, FOR ANY CONSIDERABLE PERIOD, CAN WEAR ONE FACE TO HIMSELF AND ANOTHER TO THE MULTITUDE WITHOUT FINALLY GETTING BEWILDERED AS TO WHICH MAY BE TRUE.
- Nathaniel Hawthorne

In einer Welt, in der wir nicht nur ein Image tragen, unseren ersten Eindruck planen und uns Sätze erst mehrfach im Kopf vorsagen, bevor sie unsere Lippen verlassen - Woher weiß ich, wann es echt ist? Ehrlich? Ganz und gar, durch und durch? Ohne Schauspiel, ohne persönlichen Nutzen, ohne Hintergedanken, ohne Show, ohne Zurückhaltung. Ohne alles.

Außer Träume, Hoffnungen, Wünsche. Außer das ehrlichste Lachen, dass du tragen kannst. Deine tiefsten Gedanken, absurdesten Fantasien und schlechtesten Eigenschaften. Ich will nicht weniger als all das. Von jedem Menschen, den ich begegne. Ich will wissen, was dein Herz zum Schlagen bringt und dir eine kalte Schauer über den Rücken jagt. Deine nackte Seele oder wenigstens ein kleines bisschen davon.

In einer Welt, in der manche von uns eine Maske tragen müssen, um zu existieren, in der ihr tägliches Brot eine Inszenierung ist, wann wissen wir, wann sie sie ablegen? Wann sie ehrlich sind? Ob sie je ehrlich sind? Oder ob sie ihre Masken nur austauschen. Rolle gegen Rolle. Ein gefaktes Lächeln gegen ein Anderes, das vielleicht ein bisschen besser sitzt, aber niemals echt ist.
Wann wissen wir, ob sie uns ihre Seele zeigen, wer sie wirklich sind und nur der Welt zeigen, was sie sehen will - oder es umgekehrt ist? Wann wissen wir, dass sie für uns eine Maske tragen, jeden Satz planen und an ihrem Vorteil arbeiten? Wann wissen wir, dass wir die Show sind?

Ich glaube es ist eine unserer größten, natürlichen Ängste.
Angst, nie die pure Seele, das offene Herz in all den Facetten sehen zu dürfen. Wir haben Angst am Ende des Tages alleine dort zu stehen, unser Herz in den Händen zu tragen und zu lernen, dass er nie echt war. Und wir es nicht wussten.
24.11.13 23:49


CONFESSION TIME: I do it to prove that I can.



Eines der ehrlichsten Bekenntnisse hier. "Weil ich's kann", habe ich früher gesagt. Nicht für mich. Leider. Weil ich es sollte.

Es ist für dich. Und dich. Und jeden, der nicht an mich glaubte. Der mich verließ. Der Versprechen und Pläne brach. Der mich etwas wünschen ließ, dass ich nicht bekam.

Rebound Dating. Ich weiß nicht einmal, ob der Begriff offiziell existiert. Ich bin nicht der Rebound Sex Typ.
Rebound Dating, um mir zu beweisen, dass ich es kann. Dass ich vielleicht nicht ganz über ihn hinweg bin, nein, aber zumindest auf einem guten Weg. Dass ich ihn nicht brauche. Dass ich ihn auch nicht mehr genug will, um für ihn alleine zuhause zu sitzen. Dass er mir nichts geben kann, dass ich nicht auch so bekomme. Einladungen zu Veranstaltungen. Aufregende Abende. Magische Momente. Dass ich es, ganz gleich, was es ist, dass mich an ihm fasziniert, auch ohne ihn haben kann.

Und je mehr ich mir beweise und zeige und mich in all diese Situationen stürze, die mich mit ihm verbinden, je mehr ich mich zwinge und mich konfrontiere und alleine alles das bin, was ich mir mit ihm jemals gewünscht hätte - desto mehr wird mir eines klar.
Dass ich es wegen ihm tue. Er ist meine Motivation. Noch immer. Wenn ich mit anderen an den Orten stehe, die er mir gezeigt hat, dann mag ich dort die Zeit meines Lebens haben. Dann mag ich dort alles und noch mehr erleben, als er mir je gegeben haben könnte. Besser, weiter, höher, intensiver. Dann mag es wahr sein, dass ich ihn wirklich nicht brauche. Vielleicht auch nie gebraucht habe.

Und doch ist er der Grund, weswegen ich dort stehe. Der Grund, warum ich fühle, wofür mein Herz gerade schlägt.

Und ja, es ist paradox. Und nein, er muss es nie wissen. Und ja, ich komme über ihn hinweg. Und noch einmal ja, es ist großartig ohne ihn. Aber das letzte verfluchte ja, ja, es ist wegen ihm.
23.11.13 20:12


CONFESSION TIME: I don't WANT TO believe in fate.



"FATE IS NEVER FAIR. YOU ARE CAUGHT IN A CURRENT MUCH STRONGER THAN YOU ARE; STRUGGLE AGAINST IT AND YOU'LL DROWN. SWIM WITH IT AND YOU'LL SURVIVE."
- Cassandra Clare

Nun, Cassandra und ich haben eines nicht gemeinsam: Ich glaube nicht an Schicksal. Ich glaube nicht daran, dass irgendetwas vorbestimmt ist oder so sein soll. Warum? Weil ich sonst zugleich aufgeben würde, dass ich selber bestimmen kann, was passieren wird. Ich würde die Zügel aus der Hand geben, ich würde eine passive Rolle in meinem eigenen Leben einnehmen. Es geht gegen meine Natur. Gegen meine Natur zu glauben, dass ich nicht selber bestimmen kann, wer in mein Leben spaziert, wer eine Weile bleibt und wer achtkantig mit Tritt in den Hintern aus der Türe fliegt. Und anschließend solange an dem Schloss rütteln kann, wie er will, das kann man mir glauben, es wird verschlossen bleiben.

Doch was, wenn Zufälle mein Leben kreuzen? Ja, genau, Zufälle. Furchtbar viele davon. Genau dann, wenn ich so unglaublich gut darin war, keine Gedanken mehr an ihn zu verschwenden und ganz in meiner Arbeit, neuen Kunden und Projekten zu versinken. Dann stehe ich zufällig vor einem überdimensionierten Bildschirm mit einer zufälligen Erinnerung. Ich wollte doch nur das Projekt einer alten Freundin sehen, eine, die mir mal das größte Kompliment gab, als sie mich für einen Miss Titel vorschlug und an mich glaubte. Nun, jetzt glaube ich zumindest, dass sie einen guten Geschmack in ihrer Männerwahl hat. Ich ahnte schon lange, dass wir mehr gemeinsam hatten als ein Faible für lange schwarze Kleider und Tiere.

War das jetzt Schicksal? Dass ich wieder an ihn denke? Soll irgendetwas aus irgendwelchen Gründen so sein? Oder ist es einfach nur eine unglückliche Kombination aus Timing, Arbeitskollegen und einer viel zu kleinen Welt?

Und die wichtigste Frage von allen: Was, wenn ich es wage daran zu glauben? Nur ein ganz kleines bisschen. Nur dieses eine Mal. Was passiert dann?

"WELL, LOOK WHO I RAN INTO", CROWED COINCIDENCE.
"PLEASE", FLIRTED FATE, "THIS WAS MEANT TO BE."

- Joseph Gordon-Levitt
15.11.13 21:33


CONFESSION TIME: Thank you for changing me.



"Ändere dich niemals für einen Mann, blah blah." Seien wir mal ehrlich, jeder von uns kennt diese Rede und all ihre Argumente. Sich nicht für andere zu ändern klingt so unsagbar sinnvoll und alles andere furchtbar verwerflich.

Soweit, so gut. Ich als eiserne Verfechterin dieser Annahme weigerte mich dauerhaft, gab großartige Männer aus eben diesem Grund auf, beendete Beziehungen und hielt an mir fest.
Soweit, so gut. Grundsätzlich änderte sich meine Meinung auch bis heute nicht. Grundsätzlich.

Aber was ist, wenn er dich zum Besseren ändert? Wenn er eine bessere Version von dir zum Vorschein bringt? Wenn er mit seinem charmanten Lächeln und den liebenswürdigen Worten das schafft, woran alle Vorgänger gescheitert sind?

Zugegeben, seine Vorgänger ebneten ihm den Weg. Wie viele Gespräche, Müslipackungen, Ernährungsbroschüren und vegane Dinner mit super vielen Proteinen und tollen Aminosäuren später, schüttelte ich schon den Kopf, kippte mir unbegrenzt Zucker in die saure Müslisuppe und griff lieber nach der dritten Tafel Schokolade als nach schrumpeligen Obst-Chips.

Aber heute gebe ich es zu: Ich habe es für ihn geändert. Ich bin einer dieser zweifelhaften Menschen, die viel lieber etwas für jemanden ändern, als für mich selber. Ich lasse mich von seinen großen Augen und dem "Ich will nur das Beste für dich" beeinflussen. Lasse mich für jede geknabberte Banane belohnen.
Und er hat verflucht noch einmal Recht - sie alle hatten Recht. Es tut mir gut. Es schmeckt (mit einer Menge Honig) sogar gut. Und er ist stolz auf mich. Ohne, dass ich ihn date, ohne, dass Absichten dahinter stecken, einfach nur, weil er Recht hat und ich wirklich nicht weiß, wie lange es ohne seinen Charme gedauert hätte, das einzusehen.

Und ich bin stolz auf ihn. Und alle seine Vorgänger, die meine Vorratskammer mit übergesunden Essenspackungen spickten. Nicht, weil sie versuchten mich zu ändern, sondern weil sie tatsächlich etwas Besseres für mich wollten als die dritte Portion Cheeseburger mit extra Mayo auf den Fritten. Danke!
30.10.13 00:43


CONFESSION TIME: What if I'm stuck with Plan B?



"PLAN A IS ALWAYS MY FIRST CHOICE. YOU KNOW, THE ONE WHERE EVERYTHING WORKS OUT TO BE 'HAPPILY EVER AFTER'.
BUT MORE OFTEN THAN NOT, I FIND MYSELF DEALING WITH THE UPSIDE-DOWN, INSIDE-OUT VERSION - WHERE NOTHING GOES AS IT SHOULD.
IT'S THE POINT THAT THE REAL TEST OF MY CHARACTER COMES IN... DO I SINK OR DO I SWIM? DO I WALLOW IN SELF PITY AND PLAY THE VICTIM OR SIMPLY SHIFT GEARS AND MAKE THE BEST OF THE SITUATION?"

LIFE IS ALL ABOUT HOW YOU HANDLE PLAN B.

- Suzy Toronto

Jeder kennt Plan B. Oder C. Oder sogar X, Y und Z. Wir alle wissen, dass es Momente gibt, in denen sie uns konfrontieren und wir mit hoch erhobenen Kopf und zusammengebissenen Zähnen unseren Weg durch Alternativen und Kompromisse bahnen. Und es ist völlig normal.

Doch was ist, wenn es bei Plan B bleibt? Und ich nie auf Plan A ende, meine Vorstellungen nicht wahr werden und ich meine Ziele nicht erreiche. Es ist die eine Sache, mich temporär mit weniger zufrieden zu geben, doch es bereitet mir ein seltsames Gefühl in der Magengegend wenn ich an längere Zeitspannen denke. Wenn ich an meine Zukunft denke.

Ich wollte immer diesen einen Job. Diesen, mit dem modernen Büro, dem fairen Gehalt und der geräumigen Neubauwohnung. Dieser, der mich fordert, fördert und mir Spaß macht. Und ich wollte diesen einen Mann, dieser, mit dem ich eines Tages eine Familie gründe, eine kleine, nichts dramatisches, er muss weder perfekt sein, noch reich oder wunderschön, er soll mich mögen und dann wäre das alles schon okay. Plan A war weder utopisch, noch zu perfekt oder unerreichbar. Plan A war vielleicht etwas besser als der Durchschnitt, zugegeben, aber es war vollkommen in meiner Kapazität. Dachte ich.

Jetzt denke ich - Was ist, wenn es nie zu Plan A kommt? Nicht etwa, weil ich nicht könnte, aber einfach, weil es sich nicht ergibt. Weil sich andere großartige Gelegenheiten ergeben. Vielleicht, weil ich manche Kompromisse scheue. Vielleicht auch, weil Plan A doch nicht so optimal zu mir passt. Vielleicht, vielleicht.
Aber was ist, wenn es nie dazu kommt? Was ist, wenn ich ihn nie treffe, nie meine kleine Familie gründen werde, nie in einer hübschen Wohnung in einer hübschen Stadt mit einem angenehmen Job ende? Was mich am meisten beschäftigt, ist: Ist das schlimm? Wäre das schlimm? Würde ich es vermissen? Würde ich danach suchen? Oder könnte mich Plan B so glücklich machen, mich so vereinnahmen, dass ich Plan A lachend in den Wind schreibe?

So sehr meine Situation gerade Plan F gleicht, sie hat Vorteile. Ich liebe manche meiner Jobs. Ich liebe die Menschen, die ich durch sie treffe. Ich liebe die Reisen. Ich liebe meine Flexibilität, dieses Gefühl des "Ich bleibe gerne für ein paar Tage, Wochen, aber sorry, dann geht mein Leben mit der nächsten Herausforderung weiter". Ich liebe es, weil es keinen Alltag hat. Vielleicht gerade, weil ich nie weiß, wie lange ich arbeiten muss. Weil es nicht so verpflichtet. Weil ich mich niemanden verpflichten kann, weil meine Arbeit es nicht zulässt. Ein Teil von mir vermisst es, die geregelten Pläne und den Partner, zu dem ich jeden Abend nach Hause komme. Ein anderer Teil von mir liebt die spontan durchfeierten Dienstagnächte, die Jobs, die mich rund um den Globus schicken, die Bekanntschaften, die Firmen, die "Ich würde gerne bleiben, aber sorry, ich muss weiter" Attitude. Auch, wenn ich es nicht zugeben mag.

Jemand fragte mich einmal, ob ich mich überhaupt jemals niederlassen könnte. So ganz. Mit der kleinen Familie in der hübschen Wohnung und dem angenehmen Job.
Ich will ehrlich sein. Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, ob ich nicht doch auf Plan B hängen bleibe.
Und wenn ich noch ehrlicher sein will, dann wäre er der Grund. Er, wer auch immer er sein mag. Wenn er es schafft mich zu halten, dann werde ich immer wiederkommen wollen. Zum Plan A. Zu der hübschen Wohnung in der hübschen Stadt und dem angenehmen Job.

Und wenn es ihn nicht gibt, wenn er niemals kommt oder er mich nicht halten kann?
Dann ist Plan B vielleicht doch nicht so sehr B. Vielleicht.

SOMEONE WHO POSSESSES A GYPSY SOUL IS A PERSON ALWAYS IN NEED OF CHANGE OR ADVENTURE. A GYPSY SOUL SEEKS THE NEXT BEST THING IN ANY LIFE SITUATION. THEY CAN BE VERY PASSIONATE AND OFTEN INSPIRED BY DIFFERENT IDEAS, ATTITUDES AND EXPERIENCES. THEIR SENSE OF IDENTITY ISN'T ALWAYS SURE OF WHAT THEY WANT OUT OF LIFE BUT THEY ARE DETERMINED TO FIND IT.
28.10.13 16:01


CONFESSION TIME: Thinking of you SUCKS.



WHEN YOU'RE THINKING OF SOMEONE DOES THIS MEAN THEY'RE THINKING OF YOU TOO?

Stand in großen Lettern auf dem blurry background Hipster Foto.
Ich schüttelte den Kopf. Leider nein. Ganz sicher sogar nicht.

IT DIDN'T COME EASY I'M GLAD IT WAS HARD.

Halbherzig spiele ich mit Visitenkarten in der einen Hand, mein Handy liegt in der Anderen. Ich könnte Einen dieser Männer anrufen, sie alle waren attraktiv, erfolgreich, das Übliche. Sie alle waren nett. Ziemlich nett. Ich zucke mit den Schultern, als müsse ich mir selber etwas erklären. Mich rechtfertigen, warum ich die Karten wieder weglege, zu den anderen Zettelchen und sonstigen Papieren auf denen man mir Nummern zusteckt. Nette Gesten. Nett, nett. Nett eben. Nett war noch nie genug.

Ich schüttle den Kopf. Warum ich überhaupt noch an ihn denke, frage ich mich. Er hat es weder verdient, noch ist es vernünftig. Es ist auch nicht etwa, dass ich ihn schon ewig kenne oder es gar so perfekt gepasst hat oder es so optimal laufen würde.

Was es wert ist, kommt nie einfach. Ob er es je wert sein wird, weiß ich noch nicht. Aber ich weiß, dass er dieses Funkeln in den Augen hat, wenn er lacht. Wenn er mich ansieht. Dass es mir kalt und heiß den Rücken herunterläuft, wenn er mich berührt. Wenn er mich küsst. Dass er dieses Feuer hat, von dem ich nicht genug bekommen kann. Ganz gleich, was ich mir einrede, wie viele Visitenkarten vor mir liegen, wie sehr ich versuche ihn zu vergessen. Es ist vollkommen gleich, was ich tue. Es ist dieses Feuer, dass niemals leicht oder einfach kommt. Dass es wert ist, nicht gleich aufzugeben.

IT DIDN'T COME EASY I'M GLAD IT WAS HARD.
I HOPE IT'S WORTH THE WAIT TO GIVE YOU MY HEART.
21.10.13 23:44


CONFESSION TIME: Fcuk fear.



I MADE A CHOICE. I'D LET THE FEAR IN, LET IT TAKE OVER, LET IT DO IT'S THING... BUT ONLY FOR FIVE SECONDS, THAT'S ALL I WAS GONNA GIVE IT. SO I STARTED TO COUNT, 1, 2, 3, 4, 5... AND IT WAS GONE.

Als ich ein kleines Mädchen war, war eine meiner größten Ängste, Angst zu haben. Ich hatte es früh gelernt. Deine Ängste sind deine größten Schwachstellen. Es sind genau die Punkte, wo Menschen dich verletzen können. Sie können sie gegen dich verwenden.

Ich versuchte nicht etwa, keine Angst mehr zu haben. Jeder Mensch hat Ängste. Aber ich versuchte mich ihnen zu stellen.
Nachts, wenn ich glaubte, es sei ein Monster in der dunklen Ecke meines Zimmers, nahm ich all meinen Mut zusammen und ging genau dorthin. Ich dachte, wenn es mir etwas tun würde, sollte es lieber schnell geschehen - und wenn nichts passieren würde, brauchte ich auch keine Angst mehr zu haben.

Etwas ist geblieben - Die Angewohnheit mich den Dingen zu stellen, die mir Angst machen. Über meine Ängste hinauswachsen zu wollen. Und lieber zu wissen, womit ich es zu tun habe, als mit dem Unbekannten zu handeln.

Es geht hier um Bekenntnisse. Mich meiner Angst zu stellen gibt mir das Gefühl lebendig zu sein. Die Angst vor dem Unbekannten. Neue Plätze, neue Menschen. Das mulmige Gefühl im Bauch zu spüren und zu überwinden. Was kann dir mehr das Gefühl geben, lebendig zu sein, als deiner eigenen Angst in den Hintern zu treten?

"FEAR MAKES YOU FEEL ALIVE. THERE'S NOTHING MORE EXCITING THAN GETTING YOUR BLOOD PUMPING."
17.10.13 01:14


CONFESSION TIME: The damn stolen last kiss.



Ich war schon bei der Türe, hielt die Klinke bereits in der Hand, war auf meinem Weg nach Hause, Schuhe an den Füßen und er hatte mir auch bereits in den himbeergemusterten Blazer geholfen. Er hatte mich längst verabschiedet, Pläne für den nächsten Tag geschmiedet, mich noch einmal angelacht und geküsst, bevor ich den ersten Schritt aus der Türe gewagt hatte. Bevor ich meine Tasche schulterte und mir den Zeitplan der U-Bahn ins Gedächtnis rief. Mich fragte, ob ich auf dem Heimweg einkaufen sollte oder doch lieber später.
Ich konnte es nicht lassen. Ich kann es nicht lassen.

Ich drehte mich auf dem Absatz herum, sah zurück. Sah ihn vor dem Herd stehen, in der Suppe mit den winzigen Nudeln rühren, seine Katze neugierig neben ihm. Ich ließ die Türe ins Schloss fallen. Er sah auf, sah zur mir. Holte Luft, fragte mich, ob ich etwas vergessen habe. Ich spürte, wie ich nickte, als ich in großen Schritten auf ihn zuging, ihn an der Hüfte hielt, während ich mich trotz Heels auf die Zehenspitzen stellte, um ihn zu küssen. Das hatte ich vergessen. Den verfluchten letzten, beinahe gestohlenen Kuss. Den Kuss, den ich brauche, weil er der letzte sein könnte. Man weiß ja nie, würde meine Oma dazu nur sagen. Man weiß verflucht noch einmal ja nie. Und während mein Verstand versuchte meinem Herz zu erklären, dass es eine vollkommen sichere Sache sei, ich ihn ja morgen schon wiedersehen würde und es überhaupt keinen Grund gäbe, daran, an ihm oder seinen ehrlichen Absichten und vielleicht sogar an Gefühlen, wer weiß das schon, zu zweifeln, so wollte mein Herz diesen verfluchten letzten Kuss. Dieses Gefühl seine Lippen zu berühren, nur für den Fall, den vollkommen unwahrscheinlichen Fall, dass es eben doch das letzte Mal sein könnte.

Man sagt, man lernt aus seinen Erfahrungen und gebrannte Kinder scheuen das Feuer. Ich habe gelernt, mir einen letzten Kuss zu stehlen. Jedes Mal. Einen, den ich nicht vergesse, nur für den Fall. Den vollkommen unwahrscheinlichen, viel zu häufig vorkommenden Fall, dass es eben doch der Letzte war.
15.10.13 16:09


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