confession london
REFRESH. HISTORY. MEMORABLE. IMPORTANT.

so ein nettes, sympathisches Mädchen...



mood a bit of everything...
jukebox fatalerweise gar nichts

Bad News & Good News
Beginnen wir mit dem guten: Die Sonne scheint. Ich sitze auf meinem Bett. Die Katze kitzelt meine Füße (Ist das wirklich gut?). Ach und - Ich befinde mich wieder unter den Lebenden nach ein paar kränkelnden Tagen. Mehr oder minder zumindest, denn mein Kopf pocht immernoch gehörig.
Wo wir auch schon bei der schlechten Seite wären: Es soll wieder regnen. Ich sitze am Schlepptop und die Katze hängt nun passenderweise vor meiner Nase. Factum est das meine durchaus geschätzte Infrarot Mouse Montagabend ohne jegliche Vorwarnung ihr letztes Lebenszeichen von sich gab. (So eine Mouse, die einen plötzlich wenn man krank ist! im Stich lässt, nennt sich übrigens TRUST) Tja. Eine neue Mouse ist zwar bereits für mich reserviert, aber nun mal noch nicht hier und deswegen das Bett, das Schleppi und meine angekratzte Laune.

Schreiben wir von etwas erfreulicherem: Meinen Zeugnisnoten. (Zynismus steht mir, findet ihr nicht?!)
Die "Pointe", wie man auf kunstdeutsch mit französischem Einschlag so gerne betont, sind dabei nicht einmal die Umstände, dass Zahlen weder dazu fähig sind kompakte Leistungen nur annährend korrekt in sich zu vereinen oder das man den viel diskutierten Begriff der angeblichen Gerechtigkeit an dieser Stelle nicht finden kann. Aber seien wir doch ehrlich - Wer wünscht sich schon ernsthaft Gerechtigkeit, wenn es sie denn geben könnte?
Es ist das gleiche, wie mit einer "World in Balance", die angeblich "unser aller Ziel ist". Ist sie natürlich nicht. Wir wollen solange, dass es den süßen kleinen Negerkinder besser geht, wie es uns dadurch nicht schlechter geht. Wenn ich aber hinginge und der Familie XY erklären würde, sie könne ihren jährlichen, hart erarbeiteten Hollandurlaub für den Rest ihres Lebens streichen, damit irgendeine Familie am anderen Ende der Welt Hustensaft bekommt, hielte sich die Begeisterung schlagartig in Grenzen. Und wenn plötzlich alle für ihren Kühlschrank dreifache Steuern zahlen müssten, damit er korrekt entsorgt werden kann, damit die Menschen in Afrika nicht an Krebs sterben, weil sie unseren Abfall vor die Haustüre (sofern sie denn eine haben) geschüttet bekommen, reißt das ein ganz schön übles Loch in die Kasse von Jedermann.
Denn die Illusion "Ach das sollen die Reichen zahlen, denen macht das nichts aus" existiert höchstens in Mancherleuts Köpfen. Keiner gibt gern mehr Geld aus als nötig, egal ob nun 5 oder 5000 auf dem Konto liegen und man nimmt, was man kriegen kann.
Übertragen wir dieses Phänomen auf meine Noten, deine Noten, jedermann's Noten. (Solltest du glauben, dass es auf dich nicht zutrifft, dann denk nochmal schwer darüber nach.)
1. Man nimmt, was man kriegen kann. 2. Man fragt nicht, warum man seine Note hat 3. Man lässt sich nicht schlechter benoten, nur weil es gerechter wirkt.
Klingt schrecklich egoistisch. Ist es auch.
Der netteste Grund für meine gute Note war übrigens meine Funktion als Sympathieträgerin. "Du bist doch so ein nettes, sympathisches, freundliches Mädchen und du lachst immer so schön." Danke. Mein Tag bzw. mein Zeugnis ist gerettet.
6.6.07 14:19
 


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